Dienstag, 10. April 2012

Familiengeschichte


Die Geschichte, wie eine Familie mit behinderten Kindern zu Menschen dritter Klasse degradiert wurde


Wir sind eine Familie mit Vater, Mutter und 3 Kindern im Haushalt.
Wir wohnen in Kemberg Ortsteil Klitzschena in der Dorfstrasse 30.
Die 3 im Haushalt lebenden Kinder sind schwerbehindert mit einem Behinderungsgrad von 80 bis 90 %.
Diese Behinderung wurde bei den Kindern im Alter von ca. 6 Jahren festgestellt. Was anhand der bei uns einsehbaren Dokumente jederzeit beweisbar ist.
Wir wohnen im Hochwassergebiet der großen Elbeüberschwemmung von 2002.
Durch das Hochwasser waren uns viele wichtige Unterlagen vernichtet worden.
Soweit zu dem Sachstand vorher.

In dieser Zeit wurde in Dessau-Roßlau die Familienkasse für mehrere Landkreise zusammengefügt. Die Leiterin dieser Dienststelle wurde Frau Gärtner, ehemals Familienkasse Lutherstadt Wittenberg.
Wir wurden aufgefordert, die entsprechenden Unterlagen zur Behinderung der Kinder sofort nach Dessau-Roßlau zu übersenden, was nicht ging, bedingt durch das Hochwasser.
Wir legten Widerspruch ein.
Der wurde abgeschmettert.
Dann wurde von Frau Gärtner festgestellt, die 3 Kinder seinen 5 Jahre lang völlig gesund gewesen und wir hätten den Staat um das Kindergeld betrogen und müssen es ab sofort zurückzahlen.
Es wurde von dieser Frau Gärtner festgelegt, 279,- Euro/Monat werden einbehalten.
Es folgte ein erneuter Widerspruch – abgeschmetter mit der Begründung – erst muss alles zurückgezahlt werden, dann kann über einer Rückzahlung entschieden werden.

So geht das nun schon fast 10 Jahre!

Nun geht es nicht mehr weiter.

Karsten, Annett und Andreas Rittel heißen die Kinder.
Alle 3 arbeiten in der Werkstatt für behinderte Menschen in Gräfenhainichen und bekommen dort monatlich so ca. 110,- Euro ausgezahlt.
Karsten und Annett bekommen auf Grund der Regelung im Übergangsvertrag DDR-Bundesrepublick Deutschland ein kleine Rente in Höhe von ca. 220,- Euro/Monat.
Andreas Rittel bekommt Unterstützung vom Sozialamt Lutherstadt Wittenberg.
Für den Transport zur Werkstatt bezahlt die ganzen Jahre über das Sozialamt die Kosten.
Frau Gottschalk vom Sozialamt in Wittenberg unterstützt uns bei unseren Bemühungen.

Wir haben unser letztes Schreiben an die Familienkasse Dessau/Roßlau am 03.04.2012 per E-Mail geschrieben und bisher keine Antwort erhalten.

Ich bitte Sie hiermit uns zu unterstützen und der Familienkasse Dessau/Roßlau per E-Mail zu schreiben.
Senden Sie Ihr Schreiben bitte an
Frau Gärtner
familienkasse-dessau-roßlau@arbeitsagentur.de

Und nun kommt der zweite Teil dieser Geschichte.
Ich selbst, Ralf Pietzner, bin ebenfalls schwerbehindert und darf durch die Behinderung bedingt nicht mehr Auto fahren.
Von Beruf bin ich Informatikingenieur.
Meine Frau und ich bekommen Arbeitslosengeld II ( Hartz-IV ).

Ich bin Diabetiker und in der Folge der Diabetes Herzkrank.
Hatte schon eine Herzoperation ( 3 Bypässe).
Durch ständige Verschlechterung meines Gesundheitszustandes darf ich nun nicht mehr Auto fahren.
Eine Arbeit zu bekommen, ohne im Besitz einer gültigen Fahrerlaubnis zu sein, ist in diesem Land fast unmöglich.

Mein Gesundheitszustand kann sich innerhalb kurzer Zeit rapide verschlechtern, sprich Zuckerschock, oder akute Unterzuckerung.

Diese Zustände treten manchmal auf Grund äußerer Stresssituationen ein.
Wenn dann ein Arzt kommt ist das längst vorbei und ich werde von den Medizinern gescholten, ob ich nicht wisse, das andere Menschen dringender Hilfe benötigen als ich.
Also holen wir schon keinen Arzt mehr, da wir den Zustand auch mit Selbsthilfe abwenden können.

Das passierte nun an einem Tag, an dem ich einen Termin im Jobcenter Gräfenhainichen hatte und ich konnte nicht pünktlich zum Termin erscheinen.
Telefonisch wurde entschuldigt und per Mail die Begründung gesandt.
Leider kann ich das nicht mehr nachweisen, da ich kurz danach einen Wurm im PC hatte und meine Festplatte komplett gelöscht wurde.

In der Bewilligung von Leistungen zur Sicherung des Lebensunterhaltes vom 03.04.2012 wurde mein Anspruch ersatzlos gestrichen mit obiger Begründung.

Die zuständige Bearbeiterin im Jobcenter, diese Frau die das Sachgebiet behinderte Menschen bearbeitet und für die behinderte Menschen, Menschen dritter Klasse sind, heisst Heide Poppig.

Diese Frau ist wie folgt zu erreichen:


das Aktenzeichen: 04904BG0001028

Ich bitte Sie mir in diesen Dingen ihrer Solidarität zu erweisen.

Schreiben Sie den Frauen auf diesen Ämtern bitte gern Ihre Meinung. Stellen Sie sich doch einmal vor, das passiert Ihrer Familie.

Ich danke Ihnen für Ihre Solidarität.

Ich berichte Ihnen gern was passiert ist.

Ralf Pietzner 
Skype: pietzner1
Tel.: 034928 179803

PS: Sehen Sie sich bitte hier im Blog um, ich habe noch mehr über meine Familie geschrieben. http://pietzner1.square7.ch