Donnerstag, 19. April 2012

Familiengeschichten - die nächsten Schritte


Wenn wir nichts tun, macht doch sonst keiner was!

Ralf Pietzner

So sah ich das heutige Ergebnis, als ich gegen Mittag meinen Blog aufrief. (18.04.2012)
Da ging nichts mehr.
Der Blog war gesperrt, wegen Spam oder so!

Ich habe natürlich sofort Verbindung mit dem Administrator aufgenommen und nach ein paar weiteren Gesprächen herausbekommen, das mindestens eine der Damen vom Jobcenter oder Familienkasse diese Aktion losgetreten hat.

Was war Gestern geschehen!
Ich danke Ihnen allen für Ihre Unterstützung in dieser Angelegenheit.
In den beiden öffentlichen Diensten – Jobcenter Gräfenhainichen und Familienkasse Dessau/Roßlau – sind sehr viele postalische Ereignisse eingegangen.
Sprich die E-Mail-Postkästen waren komplett gefüllt!

Soweit ich weis, waren darunter einige Schreiben von übergeordneten Dienststellen beider öffentlicher Dienste.
Was genau dort drin steht, kann ich nun nicht sagen, aber vielleicht besitzen Sie ein wenig Fantasie sich das entsprechende vorzustellen.
Die Aktion von heute Mittag zeigt mir entsprechendes an!

Aber eines darf ich Ihnen nun mitteilen, wir haben einen guten Anwalt aus Berlin bekommen. Die Kanzlei arbeitet im Bereich Soziales Recht.

Für alle Menschen, die Probleme mit dem Jobcenter haben, kann ich diese Kanzlei nur empfehlen.
Hier ist der Link:       Jobcenter Recht DE

(19.04.2012)

Die Anwälte dieser Kanzlei gehen richtig zur Sache. Ich habe einiges zu tun, um die nötigen Papiere und Unterlagen nach Berlin zu senden.

Heute Abend werden alle benötigten Dokumente in der Kanzlei vorliegen.

Heute Morgen bekam ich einen Anruf von einem Herrn, der meine Notizen im Facebook gelesen hat und der uns seinerseits Hilfe angeboten hat.
Ich veröffentliche den Namen des Herrn X hier bewußt nicht.
Ich dürfte in den letzten Tagen ebenso lernen, das andere Menschen nun uns und unsere behinderten Kinder in ihr Visier der Gemeinheiten genommen haben.

Ein kleines Beispiel, ja bitte – ist gut, ich erzähle.

Unser Sohn, Karsten Rittel, ist geistig behindert und zu fast Jedem freundlich und hilfsbereit.
Fragt ein Nachbar – Karsten kannst Du mir beim Rasenmähen helfen? - dann ist er sofort dabei, Feuerholz abladen, Feuerholz stapeln, Sand abladen, Steine schichten, etc. Karsten macht mit und wird im allgemeinen gelobt.

Karsten hat Epilepsie!

Einer unserer Nachbarn, er ist so etwa 60 Jahre alt, Vorruheständler und ziemlich, wie man so landläufig sagt, kräftig gebaut. Ich nenne ihn mal Schredderbernd.

Dieser Mann weis wohl zur Zeit nichts so Rechtes mit seiner überschüssigen Zeit anzufangen.
Er war Früher ehrenamtlicher Bürgermeister unseres Dörfchens, Feuerwehrhauptmann der Freiwilligen Feuerwehr und Dorfklub-Chef.
Jetzt ist er davon nichts mehr.

Dieser Mann greift unseren Sohn Karsten ständig an.
Er droht dem Karsten mit Schlägen und beschimpft ihn mit unflätigen Ausdrücken.
Ab und zu hören wir diesen Mann seine Mutter, welche über 80 Jahre alt ist, ebenso beschimpfen.
Karsten sagte dann, man die Frau ist doch nicht doof, die ist doch blos alt, die kann doch nichts dafür!

Für einen, der sich zu den Honoratioren unseres Dorfes zählt, sind das doch Verhaltensweisen, die unter aller Kanone sind.

Kommt ihr mal vorbei, ihr könnt Euch diesen Menschen gern in Aktion ansehen und anhören.
Ich kann Euch sagen, das ist echt hörenswert.

So zurück zum Thema, heute ist bisher ein wenig zu tun, außer dass das Telefon öfter als normal oft klingelt. Ich bin Ihnen allen Dankbar für die vielen positiven Bekundungen.

Herzlichen Dank dafür

Ralf Pietzner

Klitzschena Dorfstrasse 30
06901 Kemberg
Skype: pietzner1